Dienstag, 15. September 2015

Ein ungelöstes Rätsel

Es gibt Dinge, denen will der Mensch auf den Grund gehen, die beschäftigen ihn. Er will Mysterien lösen und sein Wissen erweitern. Von Natur aus ist der Mensch nämlich neugierig - ja, manche Menschen sogar ganz besonders. So taucht er zum Beispiel in die Tiefen der tiefsten Tiefseegräben, um zu erforschen, was es da unten gibt (von mir aus könnte er das ruhig bleiben lassen. ich finde es etwas unheimlich da unten im Dunkeln). Oder er fliegt ins Weltall, um auf anderen Planeten zu sehen, was es dort zu erkunden gibt und ob man in 20 Jahren dort eine Schnellimbiss-Kette eröffnen könnte. Doch es gibt Phänomene, die kann er einfach nicht erklären. Egal, wie sehr er sich auch anstrengt! Ganz besonders spannend sind die, bei denen Dinge spurlos verschwinden...
Zum Beispiel das Bermuda-Dreieck. Hier verschwinden Flugzeuge und Schiffe, mit ihnen Menschen, ausgestattet mit modernster Technik, einfach alles weg. Und niemand weiß wohin. Oder schwarze Löcher. Hier werden ganze Sonnensysteme verschluckt und verschwinden auf nimmer wiedersehen in die Unendlichkeit. Etwas greifbarer ist Sache mit den Socken ... wer bitte hat keine Kiste, Tüte oder Tasche zu Hause mit einzelnen Socken?!? Ganz ehrlich??? Spätestens ab einem Punkt, ab dem niemand im Freundeskreis mehr Sockenkränz braucht, nervt das Verschwinden der Strümpfe enorm. Wobei ich voller Stolz an dieser Stelle verkünden möchte, dass ich zumindest unseren Sockenfresser einmal auf frischer Tat ertappt habe!
The most amazing Sockenfresser
                                         The most amazing Sockenfresser
Geholfen hat das allerdings auch nicht, die Dinger verschwinden weiterhin und ich habe wirklich keine Ahnung wohin. Vermutlich agiert der Sockenfresser nun nachts ganz heimlich.
Ganz ähnlich ist das auch bei mir im Arbeitszimmer mit den Stecknadel. Ich kann nicht genau sagen, wie viele Kästchen und Döschen Stecknadeln ich in meinem Leben schon gekauft habe, vermutlich könnte man den Jakobsweg damit auslegen. KÖNNTE! Denn: sie werden ja immer weniger!!! Gerade frisch aufgefüllt sieht mein Nadelkissen nach gar nicht so langer Zeit immer erschreckend gerupft aus. Und ich habe nicht den blassesten Schimmer, wo sie bleiben! Es sind ja immerhin Stecknadeln, keine Schoko-Crossies! Man kann sie nicht essen! Würden sie im Teppich stecken, könnte ich nicht mehr durchs Zimmer laufen, würden sie auf dem Stuhl liegen, könnte ich nicht mehr sitzen, und wenn sie in den genähten Sachen steckenbleiben würden, hätte ich das spätestens beim Anziehen bemerkt. Aber sie werden immer weniger, egal wie gut ich darauf aufpasse! Genauso ist es übrigens auch mit Nähnadeln! Immer wenn ich eine brauche, hole ich das Nadelmäppchen aus dem Näh-Kasten um dann festzustellen, dass es leer ist! Dabei bin ich mir 100%ig sicher, dass ich die letzten beiden Male die Nadel genau dorthin zurückgesteckt habe... Wo bleiben die denn bitte??? Vielleicht haben diese Dinge (ähnlich wie Tupperdosen-Deckel) eine geheime, recht kurze Halbwertszeit und lösen sich irgendwann einfach in Luft auf...das wäre zumindest eine Erklärung, die ich verstehen kann. Aber ich habe ja die Hoffnung, dass ich eines Tages alle verschwundenen Dinge im Keller wieder finde... ordentlich sortiert natürlich. Bis dahin bleibt es mir ein ungelöstes Rätsel und der Glaube daran, dass es nicht nur mir so geht.

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